Reisetagebuch Georgien 2019

Natur und verlassene Orte

Highlights in der Nähe von Kutaissi

Unser letzter voller Tag in Kutaissi bricht an. Wir freuen uns auf unsere private Entdeckungstour ins Umland und stärken uns erst einmal mit Leilas Frühstück. Wir haben ihr gestern noch mitgeteilt, dass wir uns mit einem weniger üppigen Frühstück mehr als zufrieden geben. Entweder ging diese Aussage an ihren Stolz, oder aber sie zweifelt an unserer Zurechnungsfähigkeit. Sie hat nämlich noch mehr aufgetischt: Um genau zu sein, gibt es jetzt für jeden eine große Portion Haferschleim zusätzlich! Gut für den Magen, sagt sie, genau wie das Borjomi-Wasser, das sie sehr empfehlen kann. Geht's dir schlecht, dann trink ein Fläschchen Borjomi-Wasser.

Ich kämpfe mich durch den Teller dampfender Milch-Zucker-Haferflockenmischung. Wer so einen Teller schon einmal verschlungen hat, weiß aber schon, dass danach nicht mehr viel hineinpasst. Teresa hat schlechten Gewissens nach ein paar Löffeln aufgehört - zu verlockend die leckeren Gebäckstücke, Käse und Obst. Ein wenig beneide ich sie jetzt. Wir mutmaßen schon, dass das Lunchpaket unseres Fahrers Anzori äußerst opulent ausfällt, denn Leila erwähnte bereits, dass er ihr gerne mal bei den Resten der Gäste hilft. Ich finde es einerseits nett und aufmerksam, dass sie uns ein reichhaltiges Frühstück bieten möchte. Auf der anderen Seite aber auch traurig, dass bereits in so kleinem Rahmen der Überfluss als Maßstab genommen wird. Anzori sei's gegönnt. Ich finde, das ist eine schöne Lösung den Überfluss nicht zur Verschwendung verkommen zu lassen. Alles gut.

Aufbruchstimmung

Gestärkt geht's also los. Leila hat Anzoris Englischkenntnisse als sehr gut angepriesen. Wahrscheinlich ein wenig wohlwollend, denn schnell kommunizieren wir eher gestikulierend und mit einzelnen Signalwörtern. Der Hybrid-Toyota hat seine Gebrauchsspuren, ist sonst aber gut in Schuss. Allerdings verwirrt uns das Fehlen der Gurte. Sie waren hier wohl nie eingeplant worden - gibt's sowas überhaupt? Voller Hoffnung und Optimismus vertrauen wir Anzori - die Georgier sind wilde, aber sehr vorausschauende Autofahrer. Wir haben festgestellt, dass ein Zögern im Verkehr nur Verwirrung stiftet. Auch als Fußgänger: Wer zuerst kommt, auf den wird geachtet - derjenige wird einfach umfahren; notfalls wird sogar angehalten.

Da sind wir nun auf der georgischen Landstraße, Kutaissi haben wir hinter uns gelassen. Was einem Mitteleuropäer hier sehr exotisch vorkommt ist vor allem die Tatsache, dass Kühe hier selbstverständlich gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind. Sehr sture, gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Sie bewegen sich nicht von der Stelle. Ihnen macht der Trubel nichts aus, im Gegenteil, sie scheinen sogar den ein- oder anderen Autofahrer ärgern zu wollen und stellen sich erst recht trotzig in den Weg. So befindet sich auch Anzori desöfteren mal in der Situation, den georgischen Kuhlimbo zu tanzen.

Kühe - gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer

Geschwindigkeitsbegrenzungen sind hier eher als nett gemeinter Ratschlag zu verstehen, aber damit haben wir schon gerechnet. Es wird gebrettert was die Straße hergibt und ohne Gurte in den Kurven sehen wir uns nun als Absolventen einer vollwertigen osteuropäischen Kampfpilotenausbildung. Brettern bis die Fliehkräfte dein Gesicht an die Seitenscheibe pressen. Ist aber alles gut gegangen. Die steilen und serpentinreichen letzten Kilometer setzen nämlich der Beschleunigung des Autos klare Grenzen. Auch die Kuhdichte wird größer. Und dann sind wir auf einem Parkplatz. Unsere erste Station ist erreicht: der Okatse Canyon.

Okatse Canyon

Dieses Highlight steht als "must" auf unserer Liste. Auf die anderen Punkte haben wir uns noch nicht vollständig festgefahren. Wir versorgen uns noch flott mit Wasser und Was-mit-Geschmack am Café nebenan (Preise sind normal: 1-1,50 Lari für das Wasser, knapp 2-2,50 für Was-mit-Geschmack).

Auf dem Weg zum Okatse

Wir zahlen brav unsere 17,25 Lari pro Person für den Eintritt und stapfen den gut ausgebauten, befestigten Wanderweg entlang. Es geht ein kurzes Stück durch den Wald, bis man in einer Bergwiesen- und Bergwaldmischung ankommt. Mit dem Pflasterweg schaut die Landschaft in unmittelbarer Umgebung eher aus wie der Weg zu einem sehr weitläufigen Anwesen. Fast schon zu gepflegt, kann aber auch sein, dass bis auf den Weg nichts künstlich bearbeitet wurde. Das weiß ich nicht.

Eine Dreiviertelstunde später kommen wir an der Schleuse zum Hochpfad an - hier werden die Eintrittskarten gescannt, ab jetzt warten wohl etwa 1000 Stahlstufen entlang der schmalen Stahlkonstuktion, die teilweise im Fels verankert ist. Das mit den 1000 Stufen sollte dem Urteil der Waden nach sehr gut hinhauen. Meine Bewegungen werden langsamer, ähnlich wie auf dem Riesenrad in Kutaissi. Ich weiß allerdings nicht, ob es an den vielen Stufen oder an der Tiefe liegt, über die man zu schweben scheint.

Aber der Ausblick von hier ist gigantisch und es sind genügend Aussichtsplattformen eingebaut, um sich einfach mal kurz in der Weite der Landschaft zu verlieren und eventuell mal nach unten zu schauen. Eine halbe Stunde später stehen wir auf der größten Aussichtsplattform des Pfades. Es ist extrem heiß geworden und wir genießen eine Viertelstunde die Verschnaufpause inmitten dieser unwirklichen Landschaft.

Zufällig kommen wir mit einem weiteren netten deutschen Pärchen ins Gespräch. Die beiden sind aus Frankfurt und am selben Tag angekommen wie wir. Ihre Route führt sie genau andersherum durch das Land. Im Gespräch kommt einem die Dreiviertelstunde Rückweg zum Parkplatz gar nicht mehr so anstrengend vor. Wir sind sicher uns heute wiederzusehen, denn die nächste Station haben wir mit beiden gemein. Wir packen unser Gepäck in den Kofferraum, sie gehen noch einen Kaffee trinken und fahren mit ihrem für die Tagestour geliehenen Auto später weiter - vorbei an sturen Kühen und engen Serpentinen, aber hoffentlich ein wenig langsamer als Anzori.

Martvili Canyon

Martvili Canyon

Der Martvili Canyon ist bekannt für die Schlauchboottouren, die touristisch natürlich sehr aufgebauscht werden. Das merkt man auch gleich an dem Überangebot an Ständen, Verkäufern und Parkplatzgebühreneintreibern, an denen man vorbei muss um zum Eingang zu gelangen.

Sind wir in Okatse nur drei Händen voll Leuten begegnet, ist es hier im Gegensatz dazu sehr wuselig. Wir zahlen wieder die 17,25 pro Person, entscheiden uns allerdings gegen die Schlauchbootfahrt und hoffen auch so auf ein einzigartiges Naturschauspiel. Der Canyon ist tatsächlich mitreißend und nett anzusehen. Keine 200m weiter ist allerdings schon Schluss. Der letzte Teil mit dem offenbar attraktivsten Abschnitt ist abgesperrt. Wir sind ein wenig enttäuscht, wenn wir das ins Verhältnis mit dem Okatse setzen. Dafür kann aber die Natur natürlich nichts.

Es ist schade mit anzusehen, wie ein eigentlich schönes Stück Natur durch Bebauung, feste Gehwege und Pipapo bis zur Unkenntlichkeit verschandelt wird, nur um es im großen Stil zu vermarkten und von der Schlauchbootlippenklientel in Stöckelschuh und Abendkleid begehbar zu machen.

Zwischenstopp am Kloster in der Nähe vom Martvili

Wir entscheiden uns weiterzuziehen und begegnen beim Ausgang noch dem Frankfurter Pärchen. Vor der Entscheidung stehend, ob wir jetzt zur Prometheushöhle oder nach Tskaltubo fahren, freuen wir uns über ihre Erfahrungen. Sie haben nur Positives über den Kur- und Sanatoriumsort Tskaltubo zu berichten. Auf die Prometheushöhle, eine wohl ähnlich massentourismustaugliche hergerichtete und zudem noch durch verschiedenste Beleuchtung eingekünstelte Sehenswürdigkeit ist uns der Spaß vergangen. Zuerst machen wir aber noch einen kurzen Abstecher ins nahegelegene Kloster.

Tskaltubo

Unser Fahrer Anzori wirkt schockiert und enttäuscht, als wir ihm von unserem Plan berichten, auf die Prometheushöhle verzichten zu wollen. Wir wollen lieber etwas mehr Zeit in Tskaltubo verbringen. Im Wesentlichen ist das Städtchen ein noch funktionierender Kurort, bekannt auch für seine Mineralquellen. Ein Großteil des Sanatoriums wurde nach dessen Hochzeit in der Sovietära vernachlässigt und stillgelegt. Seitdem holt sich die Natur ihren Teil Stück für Stück wieder zurück. Bei uns würde man sagen, es handelt sich um einen klassischen Lost Place. Den möchten wir uns jetzt anschauen. Tskaltubo ist kreisförmig angelegt und das Sanatorium ist zum Großteil innerhalb des Straßenrings gelegen.

Nun herrscht Verwirrung. Anzori fährt uns den Straßenring entlang und erläutert, dass das hier Tskaltubo sei. Unsere Frage, wann und wo wir denn anhalten würden, belächelt er ungläubig. Was wollt ihr denn in einem Sanatorium? Scheinbar hat sich der Reiz des 9km von Kutaissi entfernten Örtchens bislang noch nicht herumgesprochen. Wir halten kurz auf der Straße um zu klären, wie wir weitermachen. Eindreiviertel Stunden wollen wir herumspazieren, sagen wir ihm. Wir vereinbaren für 18h unseren Treffpunkt vor dem Hotel Argo, das von hier aus in Sichtweite liegt.

Verlassenes Badehaus

Das Gelände ist weitläufig und wir sind ziemlich schlecht vorbereitet. Das Frankfurter Pärchen erklärte uns ein wenig, welche Gebäude sich lohnen würden. Badehäuser Nummer 5, 8 und das Hotel Iberia. Vor dem Hotel Iberia stehen wir zufällig gerade. Das ist umzäunt, was kein Problem darstellen sollte, aber unser Fahrer hat uns eindringlich versucht klarzumachen, dass das Gebäude unter Wachschutz steht. Die Frankfurter haben's gemacht und explizit empfohlen. Davon angestachelt heben wir uns das vielleicht für später auf.

Verlassenes Badehaus

Uns beschleicht das Gefühl, dass Anzori immer noch nicht nachvollziehen kann, dass wir uns einfach die verfallenen Gebäude anschauen möchten. Und tatsächlich wird uns unterwegs durch Tskaltubo auffallen, dass es in dem ein oder anderen Fall ganz schön schwierig ist auseinanderzuhalten ob das Gebäude nun verfällt oder noch in Betrieb ist.

Das erste verfallende Gebäude ist gleich hinter dem Hotel Argo. Wir nähern uns langsam von außen. Keine Fenster, ein löchriges Dach, aber sobald wir ein wenig ins Gebäude hineinblicken, ist dessen Zweck recht schnell klar. Hier stehen sehr große gelb gekachelte Badewannen. Die Seitenräume sind als Duschräume (und Umkleideräume?) zu erkennen. Die Szenerie erinnert uns natürlich stark an Beelitz Heilstätten.

Nach dem nächsten Gebäude müssen wir ein wenig suchen. Wir gehen vorbei am Badehaus Nr. 6, welches in Betrieb ist und gut besucht zu sein scheint. Den Kennzeichen nach zu urteilen auch aus Aserbaidschan und Russland. Dahinter sticht ein rundes, an ein Ufo erinnerndes Gebäude aus dem Wäldchen hervor. Das muss Badehaus Nr. 8 sein. In dem Waldstück haben es sich Jugendliche bequem gemacht. Beim Betreten des Ufos macht sich ein unangenehmer Geruch breit. Hier liegt auch vergleichsweise viel Müll: Vorwiegend große Bierflaschen aus Plastik und Dosen. Der Rundbau hat ein wenig von diesen Rundlokschuppen, die in Berlin noch hier und da zu sehen sind.

"Ufo". Wahrscheinlich für Kneipp-Behandlungen?

Auf diesen großen Bau verteilen sich mehrere runde Becken, die ihrerseits in kleinere Becken wie eine Orange in ihre Stücke unterteilt sind. Ich kombiniere, dass das hier etwas mit Kneipp zu tun haben muss, Fußbäder oder so. Wie gesagt, wir sind etwas schlecht vorbereitet und ärgern uns jetzt ein wenig darüber, denn die Gelegenheit wird sich wahrscheinlich nie wieder ergeben.

Bewohntes Haus

Außerhalb des Straßenrings finden wir ein großes altes Hotel vor, teilweise ohne Fenster, mit teilweise verrußter Fassade. Der innere Parkbereich im Straßenring ist in einem kleinen Talkessel umgeben von Hügeln. Das Hotel thront mit Blick auf den Park etwas erhöht. Wir nähern uns und sind fasziniert, spielen mit dem Gedanken hier ein wenig mehr Zeit zu verbringen und das ganze Gebäude zu erkunden. Dann stellen wir aber fest, dass das ganze Gebäude noch bewohnt zu sein scheint. Hier und da brennt provisorisch Licht, es hängt Wäsche aus dem Fenster und man hört ab und zu Stimmen. Etwas ehrfürchtig und zugleich entsetzt gehen wir weiter, wieder an Haus 6 vorbei mit dem Ziel auf die andere Seite des Parks zu gelangen.

Die Allee hinter Haus Nr. 6 lässt die sozialistische Bauweise nochmal richtig greifbar werden. Betonplatten, einige Bäume und Bänke, alles aber so orchestriert, dass es nicht unbedingt zum Verweilen einlädt. Wir fragen uns, ob das unsere Erholung fördern würde, wären wir auf eine Behandlung hier angewiesen. Wahrscheinlich alles eine Sache der Gewohnheit. Hier und da sehen wir einige Kurgäste und kommen uns ein wenig fehl am Platz vor. War es das was Anzori meinte? Hatte er nur den laufenden Kurbetrieb auf dem Schirm und kann den heruntergekommenen Bauten keinen Charme abgewinnen? Wir finden das alles trotzdem sehenswert.

Die Zeit wird etwas knapp und es donnert in der Ferne. Immermal wieder werden wir auf russisch angesprochen, wie so oft auch von Verkäufern und Einheimischen. Ich verstehe zwar meistens worum es geht und versuche auch aus einem Mischmasch aus englischen Satzgerüsten und polnischen Schlüsselwörtern zu antworten, aber wir blicken immer in verwunderte Augen. Frei nach dem Motto: "Ich hätte schwören können, ihr wärt Russen, schade".

Hotel

20 Minuten bleiben uns noch. Wir entdecken auf einer Anhöhe außerhalb des Rings, in der Nähe vom Hotel Argo, ein mehrstöckiges Gebäude. Es ist ein altes Hotel. Wir ärgern uns wieder über die Naivität, mit der wir uns hierherbegaben, denn dieses Gebäude sieht schon von außen sehr spannend aus. Wir nutzen die letzten Minuten, um das Gebäude zu betreten. Alles wirkt einsturzgefährdet, die Treppen in die oberen Stockwerke betreten wir lieber doch nicht. Die Tapete wellt sich von den Wänden. Wir machen unsere Bilder. Der Donner kommt näher und wir bewegen uns beeindruckt und zufrieden in Richtung Hotel Argo.

Anzori begrüßt uns mit einem verschmitzten "Everything see sanatorium? Walking, yes?". Zufrieden geben wir unsere Begeisterung kund; alles gesehen - wir sind zufrieden. Keine Prometheushöhle mehr für uns heute, wir möchten direkt zurück ins Hotel. Wir sind fix und fertig. Anzori hält noch mal am Straßenrand, ist der Meinung, die sehenswerteste Anlage hätten wir nicht gesehen: Einen wohl neu renovierten, prunkvollen Bau, der eine Mischung aus Hotel und Sanatorium zu sein scheint. Er möchte uns noch Gelegenheit geben hier herumzuspazieren. Wir lehnen dankend ab, in freudiger Erwartung einer erfrischenden Dusche und frischer Klamotten.

Ausklang

Der Tag hat uns einiges abverlangt. Wir genehmigen uns nur eine kurze Rast bei Leila, machen uns frisch und packen wieder unsere Sachen. Es donnert und blitzt nach wie vor in der Ferne und bevor es richtig losgeht, möchten wir gerne bereits irgendwo bei Speis und Trank sitzen und den Tag Revue passieren lassen. Eigentlich wollten wir in ein muckelig aussehendes Restaurant, das Palaty. Das Frankfurter Pärchen war davon begeistert und wir hatten es auch schon die ganze Zeit auf dem Schirm. Keine Chance allerdings, alle Plätze belegt. Wir werden aber freundlich darauf hingewiesen, dass es ein Schwesterrestaurant gibt, in dem man Wein aus eigener Produktion und leckere, deftige Kost zu sich nehmen kann. Der Kellner führt uns die hundert Meter persönlich dahin und erklärt uns in beeindruckend freundlichem Englisch, was uns dort alles erwartet.

Ein einladender Außenbereich mit Grill lässt keinen Zweifel daran, dass wir hier bleiben wollen. Eine Flasche Weißwein wird vom Kellner übertrieben kunstvoll geöffnet. Ganz wie man es sich in einem gehobenen Restaurant vorstellt. Etwas unpassend, denn kurze Hosen und Flipflops scheinen hier zum Dresscode gehören. Es wird ein Schluck des Tsinandalis in mein Weinglas geschüttet und eine Beurteilung erwartet. Mir rutscht nickend ein "Jupp, is gut!!" raus, er wird's aber verstanden haben.

Unsere Gläser werden fast schon tänzelnd gefüllt. Teresa bestellt einen Hähnchenspieß, ich einen Schweinespieß und dazu einen Teller leckeren Brotes.

Hähnchen kann man nicht besser zubereiten als hier geschehen, denken wir. Und auch das Schwein ist sehr schmackhaft. Während wir essen, entlädt sich das angekündigte Gewitter mit voller Kraft. Der Donner ist laut, die Blitze hell, auch wenn sie aus der Ferne kommen. Muss an der Geografie hier liegen, denke ich und beobachte, wie die die Straße sich in einen reißenden Strom verwandelt. Die kräftigen BBQ-Meister trotzen den widrigen Umständen tapfer und kümmern sich um gut durchgegarte Grillspeisen. Und wir als Gäste bekommen zur Entschädigung einen Chacha, ein Teufelszeug.

Die Niederschlagskarte verrät, dass das Gewitter recht groß ist, sich von der Türkei bis nach Russland zieht und wir eben dazwischen sind. Wir überbrücken die Zeit mit einer weiteren Flasche Tsinandali. Das scheint das Gewitter zu beruhigen. Gegen 23h kehren wir glücklich und müde in die Unterkunft zurück.

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Über die Berge in die Hauptstadt Auf Kutaissis Spuren